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Wissenswertes

echte Wöllsdorfer Meßwerte für Döbeln und Umgebung

Bewölkung

von der Morgensonne angestrahlte Wolken in Döbeln-Wöllsdorf

Regenbogen über Döbeln-Ebersbach

Die Bewölkung spielt eine wesentliche Rolle bei der Betrachtung des Wettergeschehens. Normale Wetterbetroffene sehen vielleicht einen blauen Himmel mit wenigen oder vielen Wolken oder einen bedeckten Himmel, mehr oder weniger dunkel, vielleicht mit einigen blauen Stellen, die dann "Sommerlöcher" heißen. Meteorologen dagegen haben davon natürlich eine viel differenziertere Vorstellung. Sie geben die Bewölkung in Achteln an und unterscheiden Wolken nach der Höhe ihres Auftretens und der Art ihrer Entstehung.

Darstellung der Bewölkung

Auf Wetterkarten und in Wettervorhersagen wird die Bewölkung meist durch Symbole dargestellt. Richtet sich die Darstellung an die Allgemeinheit, werden typischerweise Piktogramme verwendet, die Sonne, Mond und Wolken symbolisieren und unmittelbar verständlich sein sollen. Die Meteorologen verwenden dagegen schematische Symbole, deren Bedeutung man gelernt haben muß.

Symbole der Bewölkung in den Wettervorhersagen

In den Wettervorhersagen auf dieser Website werden die folgenden Symbole für die Bewölkung in den Wettervorhersagen benutzt:

Be­wöl­kung Tag Nacht Wolken­anteil
wolken­los Symbol wolkenlos Tag Symbol wolkenlos Nacht bis 7%
heiter Symbol heiter Tag Symbol heiter Nacht 7% bis 32%
wolkig Symbol leicht bewölkt Tag Symbol leicht bewölkt Nacht 32% bis 70%
stark bewölkt Symbol stark bewölkt Tag Symbol stark bewölkt Nacht 70% bis 95%
bedeckt Symbol bedeckt ab 95%
Nebel Symbol Nebel nicht sichtbar
keine Daten Symbol keine Daten

Die Symbole für die Bewölkung erscheinen nur, wenn keine Wetterereignisse wie Regen, Schnee oder Gewitter im Vordergrund stehen. Geht die Vorhersage über einen längeren Zeitraum wie etwa drei Stunden oder einen Tag, dann wird jeweils das Symbol für das "schlimmste" Ereignis innerhalb des betreffenden Zeitraumes gezeigt. Ist etwa den ganzen Tag über sonniges Wetter, am Abend aber Gewitter zu erwarten, so wird das Symbol für Gewitter gezeigt, auch wenn das nur einen kleinen Teil des Zeitraumes betrifft.

Symbole der Bewölkung in der Meteorologie

Auf Wetterkarten wird die Bewölkung mit speziellen runden Symbolen beschrieben, die gleichzeitig den Meßort kennzeichnen. Um dieses Symbol herum werden nach einem international genormten Schema Angaben zu weiteren Meßwerten vom selben Ort angeordnet.

Okta Bewöl­kung Sym­bol Wolken­anteil
0/8 wolken­los 0%
1/8 sonnig 12,5%
2/8 heiter 25%
3/8 leicht bewölkt 37,5%
4/8 wolkig 50%
5/8 bewölkt 62,5%
6/8 stark bewölkt 75%
7/8 fast bedeckt 87,5%
8/8 bedeckt 100%
9/8 nicht sichtbar
keine Daten

In der Regel werden diese Symbole benutzt, um eine Beobachtung zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beschreiben.

Wolken in der Meteorologie

Wolken mit blühendem Strauch im Vordergrund

Was sind Wolken?

Die Meteorologie als Wissenschaft hat dafür natürlich eine genaue Definition: "Wolken sind sichtbare, in der Luft schwebende Anhäufungen von Wassertröpfchen und/oder Eispartikeln (Hydrometeore), die den Erdboden nicht berühren." In der Regel sind Wolken hoch oben in der Atmosphäre zu finden. Auf einem hohen Berg kann man sich aber auch mitten in den Wolken befinden, was dann vor Ort als Nebel erscheint.

Was für Wolken gibt es?

Wolken werden in zehn Gattungen eingeteilt, die typischerweise einem von drei Höhenniveaus (auch: Stockwerke) zugeordnet werden können. Die konkreten Höhen dieser Höhenniveaus unterscheiden sich nach der geographischen Breite. Die folgende Tabelle gibt eine grobe Übersicht:

Niveau gemä­ßigte Zonen Wolken­gattung Ab­kür­zung Deutsche Bezeichnung
hoch 5...13 km Cirrus Ci hohe Federwolke
Cirro­cumulus Cc hohe Schäfchenwolke
Cirro­stratus Cs hohe Schleierwolke
mittel 2...7 km Alto­cumulus Ac grobe Schäfchenwolke
Alto­stratus As mittelhohe Schichtwolke
Nimbo­stratus Ns Regen-Schichtwolke
niedrig bis 2 km Stratus St niedrige Schichtwolke
Strato­cumulus Sc Schicht-Haufenwolke
Cumulus Cu Haufenwolke
Cumulo­nimbus Cb Schauer- und Gewitterwolke

Quelle: Wolkenatlas der WMO, Ausgabe 2017, deutsche Bezeichnungen DWD

Die einzelnen Wolkengattungen werden weiter in Arten und Unterarten unterteilt, die hier nicht näher betrachtet werden sollen.

Wie entstehen Wolken?

Luft kann nur eine begrenzte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Diese Menge ist sehr stark von der Temperatur abhängig. Warme Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit enthalten als kalte Luft. Wenn sich Luft nun abkühlt, kommt irgendwann der Moment, daß sie die ganze Feuchtigkeit nicht mehr tragen kann. Je nach Temperatur fällt sie dann in Form von Wassertropfen oder Eiskristallen aus. Dieser Vorgang findet in der Atmosphäre regelmäßig statt. Das Ergebnis sehen wir als Wolken oder – wenn es in Erdbodennähe stattfindet – Nebel.

So geschieht es, wenn feuchte Luft von der Erdoberfläche her nach oben aufsteigt. Dabei kühlt sie sich ab. In der Höhe der Wolkenuntergrenze werden die Bedingungen für die Wolkenbildung erfüllt, und es entstehen Wolken. Eine solche Bewölkung wird konvektive Bewölkung genannt.

Auch die für Europa typischen Warm- und Kaltfronten führen zur Bildung von Wolken, wenn an der Grenze der Front unterschiedlich warme Luftmassen aufeinandertreffen.

Messen der Bewölkung

Wolken über Wöllsdorf

Beobachtung

Die Wolkenbedeckung wird traditionell in Achteln (Einheit Okta) angegeben. Ein erfahrener Beobachter kann diesen Wert beim Blick in den Himmel recht genau schätzen.

Laser-Wolkenhöhenmesser (Ceilometer)

Laser-Wolkenhöhenmesser ermitteln ähnlich wie Laser-Geschwindigkeitsmesser der Polizei die Entfernung an Hand der Signallaufzeit eines Laserstrahles. So kann bestimmt werden, ob und in welcher Entfernung sich Wolken befinden. Auch weitere Eigenschaften der Wolken lassen sich damit ermitteln.

Nubiskop

Das Nubiskop ist ein Gerät zum Ausmessen des Ausmaßes der Bewölkung am Himmel. Es besteht aus einem oder mehreren Pyrometern, die den Himmel abfahren und die Wärmestrahlung messen. Aus den Meßwerten werden mittels eines speziellen Algorithmus die Bedeckungsgrade berechnet.